Mit ‘Emotionen’ getaggte Beiträge

Haben Sie gewusst, dass 99 Prozent aller Entscheidungen emotional fallen und nicht rational?

Den „Homo oeconomicus“ gibt es nicht. Die entscheidende Rolle im Verkaufsprozess spielen die Emotionen. Jede Kaufentscheidung, selbst wenn sie unter scheinbar rationalen Gesichtspunkten getroffen sein mag, ist in Wirklichkeit eine mehr oder weniger emotionale Entscheidung.

Mit anderen Worten: Alles, was keine Emotionen auslöst, ist für unser Gehirn wertlos! Somit stellt sich die entscheidende Frage, wie im Verkaufsprozess und damit auch im „schriftlichen Verkaufsgespräch“ positive Gefühle geweckt und negative vermieden werden.

Menschen kaufen von Menschen, nicht von Unternehmen! Menschen kaufen in Wirklichkeit keine Produkte, sondern Problemlösungen und gute Gefühle. Sie kaufen keine Sachen, sondern die Erfüllung ihrer Hoffnungen, Wünsche und Träume.

Im Mailing Gefühle aufzuwühlen ist erfolgsbestimmend, weil alle wichtigen Entscheidungen aus dem Unterbewusstsein heraus getroffen werden! Der Verstand ist lediglich dazu da, die getroffenen Entscheidungen zu rechtfertigen.

Positionieren Sie Ihre Produkte und Dienstleistungen deshalb deutlich emotionaler als bisher. Schlagen Sie eine Brücke zu den augenblicklichen Emotionen ihrer Leser und stimmen Sie sich auf ihre Wellenlänge ein.

Wühlen Sie die Gefühle Ihrer Leser bis zu dem Grad auf, zu dem sie den dringenden Wunsch verspüren, Ihr Produkt sofort besitzen oder Ihre Dienstleistung sofort nutzen zu wollen.

Nur mit Emotionen werden Sie die von Ihnen erwartete Reaktion auslösen können!

Für Anleger gilt aber:  

„Bremsen Sie Ihre Emotionen! Gier, Angst, Ungeduld und falsche Hoffnungen sind Haupt-gründe für Börsenverluste. Ihre Emotionen trüben den Blick für das Wesentliche. Die Folge sind falsche Entscheidungen. Deshalb ist es wichtig, dass Sie nach einer eindeutigen Strategie handeln.“ (TM Börsenverlag, Rosenheim)

Edwin E. Braatz | Directresponse-Texter

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Menschen sind vor allem vernünftig. Den Herausforderungen des Lebens ist mit Logik und Vernunft, mit intelektuellen Fähigkeiten zu begegnen.

An dieser Überzeugung halten auch viele Mailing-Texter fest. Emotionen sind ihnen suspekt.

Doch der Blick von Hirnforschern auf das private Theater unter der Schädeldecke offenbart, dass Empfindungen den Menschen viel stärker beeinflussen, als bisher angenommen.

Bei Kaufentscheidungen spielt der Kopf des Kunden (Verstand) die allergeringste Rolle. Kaufentscheidungen werden zu über 90 Prozent von Emotionen und eigenen Wunschvorstellungen gesteuert!

Wer als Mailingtexter seine Zielgruppe nicht auch emotional überzeugen und begeistern kann, dem nutzen auch die besten Fachkenntnisse und Schreibtechniken nichts!

Bedenken Sie, dass das, was wir Verstand oder logisches Denken nennen, auf einem emotionalen Element basiert! Der für die Ur-Emotionen zuständige Bereich des Gehirns, das limbische System war Ausgangspunkt für die Entwicklung des jüngeren, für Bewusstsein und Verstand verantwortlichen Teils des Gehirns, des Neocortex.

Der Neocortex ist der Bestandteil des Gehirns, der den Homo Sapiens erst zum Menschen gemacht hat. Hier befindet sich die Denkzentrale, das Bewusstsein. Doch es ist keineswegs nur die Logik, die für das Funktionieren des Neokortex auschlaggebend ist. Viel größeren Einfluss darauf hat – wenn uns auch nicht bewusst – der alte, für Motivation und Emotion zuständige Gehirnbereich, das limbische System!

Das limbische System, auch Reptilienhirn genannt, ist dem scheinbar vernünftigen Großhirn nicht untergeordnet, sondern kontrolliert als oberste Instanz alle menschlichen Entscheidungsprozesse. Es ist das eigentliche Machtzentrum.

Produkte werden zu Top-Sellern, wenn es ihnen gelingt, die Motive und Emotionen der Zielgruppe genau zu treffen und damit die limbischen Bedürfnisse zu erfüllen!

Entscheidungen von Managern, Politikern und Konsumenten lassen sich immer auf unbewusste, emotionale Impulse aus diesem sehr alten Hirn-Areal (limbisches System) zurückführen.

In einer rasant globaler, anonymer und gefühlsärmer werdenden Welt haben Unternehmen dann die besten Karten, Kunden zu gewinnen, wenn sie ihre Zielgruppe über Emotionen ansprechen. Emotionen sind die wahren Entscheider!

Edwin E. Braatz | Directresponse Texter

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Für ein Direct-Mailing geht es immer darum, die Aufmerksamkeit der Leser zu erregen. Doch in Zeiten sinnendeckender Reizüberflutung erweist sich das als echte Kunst!

Für mich als Direct Response-Texter Grund genug, die bestmögliche Antwort auf die Frage zu finden:

„Wie kann ich die Aufmerksamkeit der Leser erhöhen?“

„Je mehr Information angeboten wird, desto konfuser und orientierungsloser wird der Mensch“, meint Prof. Dr. Norbert Bolz von der Universität Essen in einem Interview mit „acquisa“ im Januar 2001. Und damit trifft er das Problem des Marketinginstruments Direct-Mailing genau auf den Kopf.

„Orientierung gewinnt der Kunde nur dort, wo ihm eine echte Geschichte erzählt wird“, so Bolz weiter. Ohne Knalleffekte, dafür aber mit umso mehr emotionalen Inhalten versehen, wie etwa beim Marketing-Turnaround von Hewlett Packard.

Geschichten mit Gefühl

Vor einigen Jahren hatte das hp-Management erkennen müssen, dass es keinen sinnvolen Unterschied mehr zwischen den eigenen Produkten und denen der Mitbewerber gab. Um sich trotzdem von der Konkurrenz abzuheben, wurde beschlossen, die Werbestrategie komplett zu ändern.

Frei von technischen Informationen sollte die Botschaft sein, aber voll von Menschlichkeit! Heraus kam eine einfache Geschichte, die ganz im Stil eines Mythos Sinn stiftete. Am Beginn der Geschichte stehen zwei Menschen, eine Idee und eine Garage. Und am Ende der Geschichte: ein weltweiter Konzern als Symbol für Pioniergeist und Unternehmertum.

Diese „Garagen-Geschichte“ von hp (ähnlich auch die von Microsoft) funktioniert nach innen und nach aussen! Sie gefällt Mitarbeitern und Kunden deswegen so gut, weil sich Menschen eben nicht für Technik, sondern für Menschen und Geschichten interessieren. Nur wenn die Emotionen der Kunden bewusst angesteuert werden, lassen sich die Kunden ködern!

Emotion schlägt Argument

Heutige Konsumenten fragen sich kaum noch: Was möchte ich haben von dem, was ich noch nicht habe, sondern: Was möchte ich erfahren von dem, was ich noch nicht erfahren habe? Dieser Motivationswandel ist die typische Reaktion auf gesättigte Märkte.

Ob Staubsauger, Kaffeefilter oder Fernlehrgänge. Es gibt zahllose Produkte und Dienstleistungen, die den gleichen Nutzen bieten und den gleichen Zweck erfüllen. Die Konkurrenz in jeder Waren- und Dienstleistungsgruppe ist erdrückend.

Irgendwann lässt sich die Qualität nicht mehr steigern, und auch beim Design sind die Möglichkeiten beschränkt. Wenn sich die Produkte in ihren materiellen Eigenschaften immer weniger unterscheiden, werden ihre immateriellen Werte desto wichtiger. Der Kaufanreiz verlagert sich vom „Nutzen auf den Genuss“ zum „Besitz auf das Erlebnis“.

Markenartikler haben sich längst darauf eingestellt, nicht nur Waren zu verkaufen, sondern auch Gefühle und Lifestyle-Konzepte.

Wie man Kunden fesselt

Menschen lassen sich besser über ihre Gefühle ansprechen als ausschliesslich über ihre Rationalität. Marken werden zu Sinnbildern und müssen Konsumenten emotional und sinnlich ansprechen. Und dazu gehört auch das Angebot einer sozialen Zugehörigkeit.

Auch in der Mailingwelt wird nicht mehr die Masse der verfügbaren Informationen, sondern die emotionale Qualität der Botschaft den entscheidenden Response erzeugen!

Mailingleser wollen ein Zugehörigkeitsgefühl! Sie wollen Emotionen! Wecken Ihre Mailings Emotionen und ziehen sie Menschen an?

Die klassische Marketinglehre, nach der eine Marke die Summe von Produkteigenschaften und -nutzen sei, ist längst passé. Die Vorzüge eines Produktes oder einer Dienstleistung müssen sinnlich erlebbar gemacht werden!

Auch für ein erfolgreiches Mailing genügt nicht mehr die Aufzählung von Produkteigenschaften und Nutzenversprechen, um eine gewünschte Reaktion auszulösen.

Die Kaufentscheidung ist ein überwiegend impuls- und emotionsgetragener Akt. Deshalb ist auch die sinnliche Akzentuierung des Mailings zu einer wichtigen Aufgabe geworden!

Hohen Response

Der Gefahr der Austauschbarkeit von Marken kann man nur entgehen, wenn man sinnliche Komponenten aus den Produkten und Dienstleistungen herausarbeitet. Diese „berührenden“ Komponenten müssen im Mailing inszeniert werden, um eine hohe Response zu erzielen.

Eine wahre Herausforderung für jeden Mailing Texter: Einerseits muss er sich in die Situation des Lesers hineinversetzen und emotional sein, andererseits darf er die verkäuferische Schiene nicht vernachlässigen.

Viele Mailings, die in der alten Tradition gemacht werden, sind selten emotional – sie sind kopfgesteuert! Aber wir reden mit Menschen. Der grösste Fehler, den die meisten Texter machen: Sie schreien die Leute an.

Aber wenn ich Jemandem einen Brief schreibe, dann steh ich ihm nahe. Ich bin direkt bei ihm zu Hause oder im Büro und spreche ihn an. Persönlich und nicht irgendwo weit weg oder auf dem Plakat.

Und wenn ich jemandem nahestehe, dann schreie ich ihn nicht an, sondern versuche, auf seine Situation einzugehen und ein Gespräch mit ihm zu führen.

Dass kann auch ein Verkaufsgespräch per Brief sein …


Edwin E. Braatz | Copywriter (Mailingtexter)