Mit ‘Direct-Mailing’ getaggte Beiträge

Bevor ich mit einem Verkaufsbrief beginne, gehe ich mit dem Thema einige Tage „schwanger“. Mit den ersten unfertigen Gedanken daraus, dem Briefing und zusätzlichen eigenen Recherchen (auch US-Quellen) entsteht ein erstes grobes Konzept, quasi der Handlungsrahmen für die Story.

Jetzt suche ich für das zu verkaufende Produkt alle offenen und versteckten Vorteile heraus, das Nutzenversprechen („What`s in it for me“), den USP. Daraus entsteht die Headline für den Verkaufsbrief und der Teaser für das Versandkuvert. Beide zunächst nur als Arbeitstitel (wie bei einem Drehbuch oder einem Roman).

Während des Schreibens des Body-Textes, dem intensiven Beschäftigen mit dem Thema, ergeben sich oft neue Sichtweisen und Argumente – vielleicht sogar der schlacht-entscheidende Gedankenblitz – die dazu führen, dass ich die angedachte Headline und den angedachten Teaser, manchmal auch den kompletten Einstieg, solange hin und her „bewege“, bis sie passen und am stärksten sind.

Erst wenn die Body-Copy zu Ende geschrieben ist – zumindest als Rohentwurf – kann man sagen, ob die vorgesehenen Headlines bzw. Teaser wirklich stark sind und ob der Einstieg, also die ersten paar hundert Worte, den Leser wirklich in das Mailing hineinziehen.

Jetzt zeigt sich, ob Headline, Teaeser, Einstieg, laufender Text und Handlungsaufforderung den Leser zum „Her mit dem Produkt!“ bewegen.

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Echte Testimonials sind der effektivste, kostengünstigste und einfachste Weg zu mehr Glaubwürdigkeit und Durchschlagskraft bei Ihren Marketingaktionen

Wenn immer ich gefragt werde, ein Mailing für ein Unternehmen zu schreiben, ist eine meiner ersten Fragen: „Sind Testimonials vorhanden?“ Manchmal haben Unternehmen sie gesammelt, sind aber nicht ganz sicher, was sie damit tun sollen. Gewöhnlich aber existieren keine.

Warum ist der Einsatz von Testimonials so wichtig? Warum brauchen Sie als Texter unbedingt Testimonials in Ihrem Werkzeugkasten? Ganz einfach, weil Testimonials Ihren Interessenten und Kunden am besten erzählen, wie andere von Ihnen denken!

Testimonials sind unvoreingenommene Unterstützungen Ihrer Glaubwürdigkeit. Und weil sie Ihnen von zufriedenen Kunden gegeben werden, ohne dass irgendein Geld die Hand wechselt, geben Testimonials Ihren Produkten, Ihrem Service und Ihrem Unternehmen die notwendige Glaubwürdigkeit.

Und, Testimonials können helfen, das Risiko zu senken, wenn Sie mit einem „unbekannten“ Unternehmen Geschäfte machen.

Testimonials sind leicht zu bekommen – fragen Sie Ihre Kunden nach einem Testimonial, nachdem Sie ein Projekt oder einen Verkauf abgeschlossen haben. Die Leute geben es Ihnen gerne, vorausgesetzt, Sie sind eine Firma mit der Ihre Kunden gerne Geschäfte machen.

Picken Sie die besten Testitmonials heraus

Nachem Sie nun begeisternde Komplimente erhalten haben, wie können Sie jetzt feststellen, welche von diesen bei Ihren Interessenten und Kunden sowohl Aufmerksamkeit erregen als auch Ihre Glaubwürdigkeit am effektivsten unter Beweis stellen?

Mit den folgenden  6 Tipps werden Sie in Ihren Testimonials die wertvollen Diamanten von den rohen Steinen auseinanderhalten:

1. Die besten Testimonials unterstützen Ihren USP (Unique Selling Proposition)

2. Die echten „Steine“ beinhalten eine bestimmte, deutliche und klare Aussage und sind nicht allgemein gehalten

3. Ein Vorteil per Testimonial macht auf den Leser den stärksten Eindruck

4. Testimonials sollten Ergebnisse beschreiben, die Qualität des Produktes, die schnelle Lieferung, die Zuverlässigkeit oder den Top-Kundenservice, und sollten danach ausgewählt sein, irgendwelche Einwände beantworten zu helfen, die Kunden haben mögen

5. Wie feines Kristall, echte Testimonials haben einen authentischen und glaubhaften Klang

6. Testimonials, die unecht sind, schaden mehr als sie Gutes bewirken, selbst wenn sie wahr sind. Nehmen Sie Ihre Testimonials als wertvolle Diamanten in Ihre Verkaufs- und Marketingunterlagen auf und zeigen Sie sie! Testimonials koennen von Ihnen überall eingesetzt werden.

Wie Sie Testimonials einsetzen

1. Website: Fassen Sie Testimonials in einem Feld zusammen, oder streuen Sie sie großzügig über Ihre ganze Site

2. Direct-Mailing: Benutzen Sie Testimonials in Ihren Verkaufsbriefen, Magalogs, E-Mailings und Landingpages

3. Newsletter: Ob gedruckt oder elektronisch, Newsletter sind ein idealer Platz, sie mit Testimonials zu ergänzen

4. Broschüre: Lange Testimonials in Form von Fallstudien zeigen Ihren Interessenten, wie Ihr Produkt in der „realen Welt“ tatsächlich arbeitet

5. Gedruckte Anzeige: Blättern Sie durch Business-Magazine und sehen Sie, wie andere Unternehmen Testimonials benutzen.

Edwin E. Braatz | Directresponse Texter

Ihr Feedback ist mir willkommen! Mochten Sie den heutigen Artikel? Welche anderen Themen möchten Sie in meinem Blogger gerne besprochen sehen? Lassen Sie es mich bitte wissen auf: eMail@braatz-text.de


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Für ein Direct-Mailing geht es immer darum, die Aufmerksamkeit der Leser zu erregen. Doch in Zeiten sinnendeckender Reizüberflutung erweist sich das als echte Kunst!

Für mich als Direct Response-Texter Grund genug, die bestmögliche Antwort auf die Frage zu finden:

„Wie kann ich die Aufmerksamkeit der Leser erhöhen?“

„Je mehr Information angeboten wird, desto konfuser und orientierungsloser wird der Mensch“, meint Prof. Dr. Norbert Bolz von der Universität Essen in einem Interview mit „acquisa“ im Januar 2001. Und damit trifft er das Problem des Marketinginstruments Direct-Mailing genau auf den Kopf.

„Orientierung gewinnt der Kunde nur dort, wo ihm eine echte Geschichte erzählt wird“, so Bolz weiter. Ohne Knalleffekte, dafür aber mit umso mehr emotionalen Inhalten versehen, wie etwa beim Marketing-Turnaround von Hewlett Packard.

Geschichten mit Gefühl

Vor einigen Jahren hatte das hp-Management erkennen müssen, dass es keinen sinnvolen Unterschied mehr zwischen den eigenen Produkten und denen der Mitbewerber gab. Um sich trotzdem von der Konkurrenz abzuheben, wurde beschlossen, die Werbestrategie komplett zu ändern.

Frei von technischen Informationen sollte die Botschaft sein, aber voll von Menschlichkeit! Heraus kam eine einfache Geschichte, die ganz im Stil eines Mythos Sinn stiftete. Am Beginn der Geschichte stehen zwei Menschen, eine Idee und eine Garage. Und am Ende der Geschichte: ein weltweiter Konzern als Symbol für Pioniergeist und Unternehmertum.

Diese „Garagen-Geschichte“ von hp (ähnlich auch die von Microsoft) funktioniert nach innen und nach aussen! Sie gefällt Mitarbeitern und Kunden deswegen so gut, weil sich Menschen eben nicht für Technik, sondern für Menschen und Geschichten interessieren. Nur wenn die Emotionen der Kunden bewusst angesteuert werden, lassen sich die Kunden ködern!

Emotion schlägt Argument

Heutige Konsumenten fragen sich kaum noch: Was möchte ich haben von dem, was ich noch nicht habe, sondern: Was möchte ich erfahren von dem, was ich noch nicht erfahren habe? Dieser Motivationswandel ist die typische Reaktion auf gesättigte Märkte.

Ob Staubsauger, Kaffeefilter oder Fernlehrgänge. Es gibt zahllose Produkte und Dienstleistungen, die den gleichen Nutzen bieten und den gleichen Zweck erfüllen. Die Konkurrenz in jeder Waren- und Dienstleistungsgruppe ist erdrückend.

Irgendwann lässt sich die Qualität nicht mehr steigern, und auch beim Design sind die Möglichkeiten beschränkt. Wenn sich die Produkte in ihren materiellen Eigenschaften immer weniger unterscheiden, werden ihre immateriellen Werte desto wichtiger. Der Kaufanreiz verlagert sich vom „Nutzen auf den Genuss“ zum „Besitz auf das Erlebnis“.

Markenartikler haben sich längst darauf eingestellt, nicht nur Waren zu verkaufen, sondern auch Gefühle und Lifestyle-Konzepte.

Wie man Kunden fesselt

Menschen lassen sich besser über ihre Gefühle ansprechen als ausschliesslich über ihre Rationalität. Marken werden zu Sinnbildern und müssen Konsumenten emotional und sinnlich ansprechen. Und dazu gehört auch das Angebot einer sozialen Zugehörigkeit.

Auch in der Mailingwelt wird nicht mehr die Masse der verfügbaren Informationen, sondern die emotionale Qualität der Botschaft den entscheidenden Response erzeugen!

Mailingleser wollen ein Zugehörigkeitsgefühl! Sie wollen Emotionen! Wecken Ihre Mailings Emotionen und ziehen sie Menschen an?

Die klassische Marketinglehre, nach der eine Marke die Summe von Produkteigenschaften und -nutzen sei, ist längst passé. Die Vorzüge eines Produktes oder einer Dienstleistung müssen sinnlich erlebbar gemacht werden!

Auch für ein erfolgreiches Mailing genügt nicht mehr die Aufzählung von Produkteigenschaften und Nutzenversprechen, um eine gewünschte Reaktion auszulösen.

Die Kaufentscheidung ist ein überwiegend impuls- und emotionsgetragener Akt. Deshalb ist auch die sinnliche Akzentuierung des Mailings zu einer wichtigen Aufgabe geworden!

Hohen Response

Der Gefahr der Austauschbarkeit von Marken kann man nur entgehen, wenn man sinnliche Komponenten aus den Produkten und Dienstleistungen herausarbeitet. Diese „berührenden“ Komponenten müssen im Mailing inszeniert werden, um eine hohe Response zu erzielen.

Eine wahre Herausforderung für jeden Mailing Texter: Einerseits muss er sich in die Situation des Lesers hineinversetzen und emotional sein, andererseits darf er die verkäuferische Schiene nicht vernachlässigen.

Viele Mailings, die in der alten Tradition gemacht werden, sind selten emotional – sie sind kopfgesteuert! Aber wir reden mit Menschen. Der grösste Fehler, den die meisten Texter machen: Sie schreien die Leute an.

Aber wenn ich Jemandem einen Brief schreibe, dann steh ich ihm nahe. Ich bin direkt bei ihm zu Hause oder im Büro und spreche ihn an. Persönlich und nicht irgendwo weit weg oder auf dem Plakat.

Und wenn ich jemandem nahestehe, dann schreie ich ihn nicht an, sondern versuche, auf seine Situation einzugehen und ein Gespräch mit ihm zu führen.

Dass kann auch ein Verkaufsgespräch per Brief sein …


Edwin E. Braatz | Copywriter (Mailingtexter)