Gefühl ist im Mailing ein hoher Erfolgsfaktor!

Veröffentlicht: 27. Mai 2015 in Besser Texten
Schlagwörter:, , , ,

Der clevere Texter wird Sympathien einwerben, wenn er seine Argumente um einen emotionalen Mehrwert ergänzt.

Gut möglich, dass der Mensch die Welt mit nüchternen Augen sehen will. Aber sieht er sie tatsächlich so? Denkbar auch, dass ständig neue Angebote an Produkten und Dienstleistungen ihn überfordern.

Von allem kennt er ein bisschen, nichts kennt er richtig. Solides Wissen hat er meist nur in ganz wenigen Bereichen, meistens im beruflichen Bereich. Alle anderen Wissensgebiete tanzen vor seinen Augen, lassen sich nicht einfangen, ordnen und bewerten.

Descartes „Ich denke, also bin ich“ könnte man heute ergänzen und sagen: „Ich fühle, also bin ich“. Wenn die Welt unübersichtlich wird, sucht der Mensch Trost bei sich selbst.

Der Mensch will sich und seine Welt im Fernsehen, aber auch im Werbebrief wieder erkennen, will sich darin gespiegelt sehen, sich über das Medium vergewissern, dass er existiert.

Der clevere Mailingtexter weckt die emotionalen Ressourcen, macht sich die Macht der Gefühle zunutze und findet mit ihnen den unmittelbaren Weg zum Herz des Lesers.

Der Leser erkennt sich wieder, er hat das Gefühl, verstanden zu werden, und das verstärkt natürlich wiederum seine emotionale Bereitschaft, das angebotene Nutzenversprechen in Anspruch zu nehmen.

Allerdings gilt, dass Gefühle, die Freude des Lesers, sich und seine Welt im Mailing gespiegelt zu sehen, nicht auf Kosten der Information geht.

Dank der Ergänzung der Argumente um einen emotionalen Mehrwert, kehrt sie zurück, die vertraute, übersichtliche Alltagswelt.

 

Advertisements
Kommentare
  1. Ich brüte gerade über Deinem Text, also kommt mir Dein Input über die Spiegelung, die der Mensch braucht, gerade recht. Allerdings geh ich hier gern noch einen Schritt weiter. Nicht nur, will er fühlen, dass er „ist“, er hungert heute gerade zu nach Anerkennung. Geben wir ihm diese. Die meisten Menschen haben sie ja verdient!

    Gefällt mir

  2. Anerkennung ist die wichtigste Triebfeder menschlichen Daseins, sowohl im Guten als auch im Bösen. Fehlende Anerkennung haben schon ganze Völker ins Verderben gestürzt. Siehe zum Beispiel Hitler. Seine Aufnahme in die Kunstakademie wurde abgelehnt – mit verheerenden Folgen für die ganze Welt. Heute kämpft – im wahrsten Sinne des Wortes – Putin um Anerkennung. Die Folgen kennen wir noch nicht; es werden aber keine guten sein.

    Merke: „Es krümmt sich selbst der kleinste Wurm, wenn er getreten wird.“

    Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s